"Alois-Glaubitz-Stadion" wirklich alternativlos?

"Alois-Glaubitz-Stadion" wirklich alternativlos?

Mit dem Ableben von Alois Glaubitz ist eine Zwickauer Fußballlegende von uns gegangen. Die Anteilnahme unter ehemaligen Mitspielern, dem Verein und vor allem den Fans ist sehr groß. Das Zwickauer Legenden-Eck wurde als Kondolenzecke eingerichtet. Am Freitag, den 15.09. findet in der GGZ Arena eine Trauerstunde statt, wo Mitglieder, Fans, Sponsoren und Weggefährten von "Al" gemeinsam Abschied nehmen können.

Den Initiatoren der Crowdfunding-Kampagne ist diese Ehrung nicht angemessen genug. Sie möchten Alois Glaubitz ein namentliches Denkmal setzen und schlagen deshalb vor, die GGZ-Arena im Namen aller FSV-Fans in Alois-Glaubitz-Stadion umzubenennen. Einen etwaigen negativem Bescheid aller Verantwortungsträger wollen sie nicht hinnehmen!

Tatsächlich ließe sich so ein ehrenvoller Wunsch nicht ohne Weiteres umsetzen und würde Fragen aufwerfen. Da gibt es zum Beispiel eine Vermarktungsstrategie mit gültigen laufenden Werbeverträgen. Wäre die Stadionbetreibergesellschafft weiterhin bereit, ihre Engagement aufrecht zu halten, wenn die GGZ aus dem Spielstättenname verschwindet? Wäre so eine Namensgebung eigentlich auch im Sinne der Familie Glaubitz, oder lässt ihr Wunsch, Alois nur im engsten Familienkreis beizusetzen vielleicht das Gegenteil erahnen und verbietet sich im Moment so eine Initiative von selbst?

Einen faden Beigeschmack bekommt der Vorschlag der Fanszene leider allerdings dadurch, weil diese von vornherein erklären, dass diese Idee alternativlos sei. Dabei sind durchaus auch andere Möglichkeiten der namentlichen Würdigung des ersten Ehrenmitgliedes des Vereins zumindest diskussionswürdig. Wie zum Beispiel: Benennung der Haupttribüne in

Alois-Glaubitz-Tribüne.

Das ginge ohne Konflikte, mit wenig Geld und wäre für einen Großteil der Zwickauer Stadionbesucher (Block-Tafeln, Eintrittskarten, Stadionplan) eine allgegenwärtige und würdige Erinnerung an das große Zwickauer Fußballidol.